Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)
Mit der Einführung des Bildungs- und Erziehungsplanes für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Hessen haben wir im Jahr 2008 angefangen, in regelmäßigen Arbeitstreffen unsere pädagogische Arbeit intensiv zu verzahnen. Dieser Austausch auf Augenhöhe ist für uns die Grundlage für einen erfolgreichen Übergang für alle Kinder von der Kindertagesstätte in die Schule. Mit zunehmender Begegnung konnten Vereinbarungen und Absprachen getroffen werden, die maßgeblich unser Zusammenwirken verändert und verbessert haben.
Als Grundschule mit etwa 300 Schülerinnen und Schülern arbeiten wir mittlerweile mit neun Kindertagesstätten in unserem Wohnumfeld zusammen. Die räumliche Nähe und die gemeinsame pädagogische Grundhaltung stellen die Basis für unsere tägliche pädagogische Arbeit dar. Im Kern geht es uns bis heute darum, die Kinder in ihrer eigenen Entwicklung zu stärken und gemeinsam einen gelingenden Übergang zu gestalten. Ein entscheidender Faktor bildet hierbei die Einbindung der Eltern als Erziehungspartner. Von Anfang an bildete somit das „Dreieck“ Elternhaus, Kindertagesstätte und Grundschule die geeignete Grundlage für unsere geteilte Verantwortungsgemeinschaft. Im Mittelpunkt steht das Kind (vgl. Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan 2007).

Bildung wird verstanden
- als ein lebenslanger Prozess, in dem die ersten zehn Lebensjahre die lernintensivsten und entwicklungsreichsten sind,
- als ein sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen,
- als Entwicklungsprozess in einem sozialen und kulturellen Kontext,
- als ganzheitliches Konzept, das Wissen ebenso wie Werte und Erziehungsprozesse umfasst.
Bildungs- und Erziehungsziele
Es geht um die Stärkung der Basiskompetenzen von Kindern wie Verantwortungsübernahme, Kooperationsfähigkeit, Kreativität und den Umgang mit individuellen Unterschieden und kultureller Vielfalt.
Die Beschreibung des Bildungsverlaufs
Kinder erleben im Laufe der ersten Jahre verschiedene Übergänge, so z. B. von der Familie in die Kindertageseinrichtung, die Kindertagespflege und später in die Grundschule. Diese besonderen Situationen und Lernabschnitte werden eingehend beobachtet. Es werden bildungsortübergreifend ineinandergreifende und aufeinander aufbauende pädagogische Konzepte entwickelt, um Kinder dabei bestmöglich begleiten und unterstützen zu können.